Dienstag, 5. Juli 2011

Ein starker PVL bringt Vorteile für die vbl AG

 Bis anhin bestand unsere Tätigkeit vor allem in der Vertretung der Position und der Bedürfnisse des Mitarbeiters bei Problemen gegenüber der vbl AG.
Die Vertretung der Mitarbeiter wird auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe bleiben, aber dies
ist eher ein Reagieren als ein Agieren. Hier liegt nun unsere Herausforderung für die Zukunft.

Als Personalverband der Zukunft ist es für uns wichtig, im Betrieb und im betrieblichen Umfeld, Probleme und Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Strategien aus zu arbeiten. Die Unternehmenskultur, der Umgang zwischen Arbeitnehmer/Innen und Vorgesetzten und auch der Umgang der Arbeitskollegen/Innen untereinander ist hier ein sehr wichtiger Aspekt. Hier ist zu beachten, dass Energien die unnötigen Streitereien verpuffen oder eben bei einem guten Betriebsklima für die Erbringung guter Leistungen für den Betrieb zur Verfügung stehen.

Dies ergibt eine „win-win-Situation“ für den PVL und die vbl AG, weil der Mitarbeiter sich vom PVL ernstgenommen fühlt, da wir uns für seine Zufriedenheit am Arbeitsplatz einsetzten. Dieses gute Gefühl trägt er nicht nur am Arbeitsplatz mit sich, sondern nimmt es auch mit nach Hause, und damit steigt seine Lebensqualität. In diesem guten Betriebsklima macht es Spaß zu arbeiten und somit ist der Mitarbeiter motiviert und erbringt hohe Qualität und mehr Arbeitsleistung. Im Gegensatz dazu ist die extremste Form der psychischen Ausgrenzung und Verletzung eines Arbeitskollegen „Bossing“ oder „Mobbing“. Dies sind Auswüchse, die im Vorfeld schon sehr gut aktiv bearbeitet werden können, wenn man sich mit der vbl AG zusammen setzt und eine positive Unternehmenskultur erarbeitet und laufend auch versucht, sie zu leben.

Ein weiteres Thema ist die Überlastung in der täglichen Arbeit. Der PVL muss die Entwicklung der Aufgaben unserer Mitglieder sehen und spüren. So sind zum Beispiel der Zunahme der psychischen Belastung und damit der Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes der Mitarbeiter im seelischen Bereich, Rechnung zu tragen. Das Burn-out-Syndrom ist ein Zustand der inneren Leere, die der Betroffene dann erreicht, wenn durch Überlastung und durch zu hohen Druck, alle Energiereserven aus dem Körper verbraucht sind. Dieses und ähnliche Themen müssen in Zukunft Vom PVL in Zusammenarbeit mit der vbl AG aktiv angegangen werden und vor allem durch Aufklärung und Betreuung der Mitarbeiter verhindert werden.
Die neue Herausforderung wird sein, nicht zu warten bis ein Arbeitskollege mit einem Problem kommt, sondern mit offenen Augen durch den Betrieb zu gehen. Wir müssen mögliche Probleme erkennen und in Zusammenarbeit mit allen Betroffen, Lösungen suchen, bevor die Auswirkungen nicht mehr oder nur sehr schwer korrigierbar sind.
Wir als PVL müssen dieses Feld unbedingt besetzten. Dies gibt uns die Möglichkeit eine feste Beziehung zu den Mitgliedern aufzubauen und sie zu unseren Fans zu machen, denn diese sichern unsere Existenz. Kommt hinzu, dass die vbl AG uns dann als wichtigen Sozialpartner wahrnimmt, welcher ihm einen Nutzen bringt und nicht mehr nur als „Störfaktor“. Dies können wir dann noch verstärken mit gut überlegten Forderungen an die vbl AG, welche auch einen Sinn geben und nicht nur den Betrieb behindern.

Hanns Ruchti, im Juli 2011


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