Offene Gesprächsrunde
Folgende Themen wurden uns an der offenen Gesprächsrunde mitgeteilt. An unserer Vorstandssitzung vom 29. September 2011 haben wir jeden einzelnen Punkt besprochen und daraus Forderungen, Feststellungen und Verhaltensregeln geformt.
Die Fahrzeiten / Fahrplan
WC-Pausen
Die Fahrzeiten sind so knapp bemessen, dass auf einigen Linien keine Zeit für „WC-Gänge“ vorhanden sind. Wenn man dann doch geht, weil man einfach muss, kommt es manchmal zu Reklamationen von Passagieren, warum man denn noch nicht abgefahren sei.
Die Fahrzeiten sind so knapp bemessen, dass auf einigen Linien keine Zeit für „WC-Gänge“ vorhanden sind. Wenn man dann doch geht, weil man einfach muss, kommt es manchmal zu Reklamationen von Passagieren, warum man denn noch nicht abgefahren sei.
Fahrausweise beim Chauffeur lösen (Linie 22,23)
Viele Fahrgäste lösen das Billet lieber beim Chauffeur als bei den Automaten. Das verzögert das Wegfahren, was wiederum den Fahrplan bzw. die Pause an der Endstation verkürzt.
Viele Fahrgäste lösen das Billet lieber beim Chauffeur als bei den Automaten. Das verzögert das Wegfahren, was wiederum den Fahrplan bzw. die Pause an der Endstation verkürzt.
Der PVL fordert:
Mehr Zeit für den Kursplan!
Mehr Zeit für den Kursplan!
Verhaltensregeln für PVL Mitglieder:
Die vbl verbietet dir nicht auf die Toilette zu gehen! Darum gehe wenn du musst. Wenn du danach Minuszeit hast, ist das nicht dein Problem, sondern das Problem der vbl (Das gleiche gilt auch für Verzögerungen betreff Billet).
Die vbl zwingt dich auch nicht in der 30 Zone 50 zu fahren, nur damit du deine Minuszeit wieder einholen kannst.
Fühle dich nicht verantwortlich einen Zeitplan einzuhalten, der nicht einzuhalten ist. Lasse dich auch nicht unter Druck setzen! Fühle dich nicht schlecht, wenn du einen Zeitplan nicht einhalten kannst, der man nur schafft, wenn man ein Computer ist! Nur du bist für deine Gesundheit verantwortlich. Es sagt dir niemand danke wenn du pressierst!
Die vbl sieht keinen Grund mehr Zeit für den Kursplan zu planen, wenn ihr euch „verückt“ macht um ihn einzuhalten. Es heisst dann: „Es geht ja.“
Die vbl verbietet dir nicht auf die Toilette zu gehen! Darum gehe wenn du musst. Wenn du danach Minuszeit hast, ist das nicht dein Problem, sondern das Problem der vbl (Das gleiche gilt auch für Verzögerungen betreff Billet).
Die vbl zwingt dich auch nicht in der 30 Zone 50 zu fahren, nur damit du deine Minuszeit wieder einholen kannst.
Fühle dich nicht verantwortlich einen Zeitplan einzuhalten, der nicht einzuhalten ist. Lasse dich auch nicht unter Druck setzen! Fühle dich nicht schlecht, wenn du einen Zeitplan nicht einhalten kannst, der man nur schafft, wenn man ein Computer ist! Nur du bist für deine Gesundheit verantwortlich. Es sagt dir niemand danke wenn du pressierst!
Die vbl sieht keinen Grund mehr Zeit für den Kursplan zu planen, wenn ihr euch „verückt“ macht um ihn einzuhalten. Es heisst dann: „Es geht ja.“
Kundenreklamationen
Uns wurde von verschiedenen Vorfällen berichtet, wo ein Passagier eine Reklamation (begründet oder nicht) über den Fahrdienst an die vbl richtete. Der jeweilige Chauffeur wurde dann aufs Büro zitiert, wo man ihm 1 zu 1 die Reklamation vorhielt mit dem Unterton „Was hast du hier angestellt“. Die Mitarbeiter fühlen sich alleingelassen von der vbl. Der Kunde hat immer recht und der Chauffeur ist immer an allem Schuld.
Es kann nicht sein, dass ihm zwischen Tür und Tor die Vorwürfe präsentiert werden und dabei noch die ausgedruckte Email des Kunden hin und her gewedelt wird.
Wie sieht das Beschwerdemanagement der vbl aus?
Warum entsteht der Eindruck, dass die vbl die Fahrdienstmitarbeiter bei Reklamationen nicht schützt, sondern noch bedrängt?
Es kann nicht sein, dass ihm zwischen Tür und Tor die Vorwürfe präsentiert werden und dabei noch die ausgedruckte Email des Kunden hin und her gewedelt wird.
Wie sieht das Beschwerdemanagement der vbl aus?
Warum entsteht der Eindruck, dass die vbl die Fahrdienstmitarbeiter bei Reklamationen nicht schützt, sondern noch bedrängt?
Der PVL stellt fest:
Die vbl muss ihre Fahrdienstmitarbeiter vor willkürlichen Beschuldigungen schützen! Diesbezüglich wurde festgestellt, dass Herr Alexander Siegenthaler, Leiter Operatives dies sehr ernst nimmt und sich auch für die Mitarbeiter einsetzt. Bei Problemen empfehlen wir das direkte Gespräch mit ihm.
Die vbl muss ihre Fahrdienstmitarbeiter vor willkürlichen Beschuldigungen schützen! Diesbezüglich wurde festgestellt, dass Herr Alexander Siegenthaler, Leiter Operatives dies sehr ernst nimmt und sich auch für die Mitarbeiter einsetzt. Bei Problemen empfehlen wir das direkte Gespräch mit ihm.
Sicherheit
Uns sind Fälle bekannt, wo es zu Tätlichkeiten gegen vbl Mitarbeiter kam. Dabei fühlten sich die betroffenen Mitarbeiter von der vbl im Stich gelassen! Es wurde ihnen nicht geglaubt (aufgrund von vergangenen Unfällen des Mitarbeiters) oder sie wurden zum Schweigen gebracht (mit Drohungen von Vorgesetzten) oder es wurde ins lächerliche gezogen. So wurde einem Chauffeur der auf dem Weg zum WC niedergeschlagen wurde gesagt: „wir können nicht jeden Chauffeur auf WC begleiten.“ Die Leitstelle war in den meisten Fällen überfordert, so teilten Sie einem Chauffeur mit der den Lautlosschalter drückte, er solle doch selber mit seinem Natel die Polizei rufen!
Uns sind Fälle bekannt, wo es zu Tätlichkeiten gegen vbl Mitarbeiter kam. Dabei fühlten sich die betroffenen Mitarbeiter von der vbl im Stich gelassen! Es wurde ihnen nicht geglaubt (aufgrund von vergangenen Unfällen des Mitarbeiters) oder sie wurden zum Schweigen gebracht (mit Drohungen von Vorgesetzten) oder es wurde ins lächerliche gezogen. So wurde einem Chauffeur der auf dem Weg zum WC niedergeschlagen wurde gesagt: „wir können nicht jeden Chauffeur auf WC begleiten.“ Die Leitstelle war in den meisten Fällen überfordert, so teilten Sie einem Chauffeur mit der den Lautlosschalter drückte, er solle doch selber mit seinem Natel die Polizei rufen!
Der PVL stellt fest:
Die vbl bietet einen Sicherheitskurs an (Sicherheit im Bus), der von der Polizei durchgeführt wird. Falls du diesen noch nicht gemacht hast, melde ich bei Herrn Jenny. Dort lernst du dich bei Gefahrensituationen richtig zu verhalten.
Die vbl bietet einen Sicherheitskurs an (Sicherheit im Bus), der von der Polizei durchgeführt wird. Falls du diesen noch nicht gemacht hast, melde ich bei Herrn Jenny. Dort lernst du dich bei Gefahrensituationen richtig zu verhalten.
Der PVL wird das direkte Gespräch mit der Luzerner Polizei suchen und einen eigenen Infoabend zu dem Thema „Sicherheit im Bus“ für seine Mitglieder durchführen.
Verkehrsanlagen
Seit längerer Zeit funktionieren die Bussignale auf folgenden Routen nicht!
Seit längerer Zeit funktionieren die Bussignale auf folgenden Routen nicht!
Anlage: Schönbühl Bussignal Richtung Stadt
Anlage: Luzernerhof Bussignal Richtung Bhf. geht nur Zeitweise sehr ärgerlich betr. mit Anhänger Anlage: Sentihof Richtung Gütsch geht meistens zu wen man vom Kasernenplatz herkommt
Anlage: Hoffmatt Richtung Linde macht zu wen man anfährt
Anlage: Linde Richtung Hoffmatt ( bei Rest. Penny Fahrlinne )
Anlage: Hoffmatt Richtung Linde macht zu wen man anfährt
Anlage: Linde Richtung Hoffmatt ( bei Rest. Penny Fahrlinne )
All die Anlage wurden mehrmals gemeldet ( Leitstelle ) bis heute ist aber nichts gegangen!
Beim der Verkehrsanlage Schönbühl Richtung Bhf hat es massive Bodenwellen müsste unbedingt abgefrässt werden.
wie auch beim Rest. Tribschen Richtung Bhf. Bundesplatz frische Bodenspule wurde ganz rechts eingebaut jetzt überholen die Fahrzeuge links!
Baselstr.: da haben wir ein Anhalteverbot von 17.00 – 19.00 leider wird es nicht durchgesetzt was für uns sehr ärgerlich ist schwierig zum kreuzen!
wie auch im Luzernerhof mit Anhänger wo immer Lu xxx den VW parkiert und auch im Central Emmenbrücke wo eine Sicherheitslinie ist und um 18.00 – 19.00 beim Asiashop abgeladen wird!
Der PVL stellt fest:
Laut unserer Kontrolle sind jetzt sämtliche Bussignale repariert worden.
Die anderen Meldungen haben wir zur Kenntnis genommen.
Laut unserer Kontrolle sind jetzt sämtliche Bussignale repariert worden.
Die anderen Meldungen haben wir zur Kenntnis genommen.
Lohn
Die Lohnbandbreite im Fahrdienst für Chauffeure / Chauffeusen beträgt von Fr. 4300.-- bis 5900.--, wobei bei der „Ersteinreihung“ folgende Faktoren berücksichtigt werden:
- Lohnvergleiche (Benchmarks)
- Berufliche Erfahrung
- Alter
Im Konkreten Fall geht es um einen 55 jährigen Chauffeur der im Vertrag (ab September fest Angestellt, zuvor Praktikant) einen Brutto-Lohn von Fr. 4600.-- hat. Netto gibt das einen Lohn von Fr. 3800.--! Beim Chauffeur handelt es sich um einen ehemaligen KMU Leiter mit grosser beruflicher Erfahrung. Mit diesem Lohn kommt er nicht über die Runden. Da er mit seinem Alter auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt ist hat er zähneknirschend unterschrieben. Das traurige dabei ist, dass ihm die Tätigkeit bei der vbl sehr gefällt und er nicht in einen anderen Betrieb (Postauto) wechseln möchte. In Zürich würde er mit seinem Alter 5900.-- Brutto verdienen.
Der PVL stellt fest:
In der Tat scheint dieser Lohn auf den ersten Blick relativ tief. Lohnvergleiche von Busunternehmen in der Region haben aber gezeigt, dass es bei anderen Unternehmen sogar noch schlechter aussieht. Nicht vergessen sollte man auch, dass die gesamte Berufsausbildung für den Mitarbeiter kostenlos war. Bei der beruflichen Erfahrung ist die Erfahrung im Fahrdienst massgebend.
In der Tat scheint dieser Lohn auf den ersten Blick relativ tief. Lohnvergleiche von Busunternehmen in der Region haben aber gezeigt, dass es bei anderen Unternehmen sogar noch schlechter aussieht. Nicht vergessen sollte man auch, dass die gesamte Berufsausbildung für den Mitarbeiter kostenlos war. Bei der beruflichen Erfahrung ist die Erfahrung im Fahrdienst massgebend.
Der PVL legt sein Schwerpunkt in Sachen Lohn auf eine generelle Lohnerhöhung für alle Mitarbeiter.
Verhaltensbeurteilung
Ein Bestandteil der Festlegung des Lohnes für das Folgejahr sind Leistungs- und Verhaltensbeurteilungen. Dem PVL wurde berichtet, dass solche Kontrollen auf dem Bus sehr willkürlich sind. Die Schilderungen erinnerten mich an meine eigene Auto-Fahrprüfung. Wenn der Experte nicht will, dass man durchkommt, kommt man nicht durch. Er findet immer etwas, wen er will. Es ist ja bekannt, dass diese Experten (auch) eine Quote verfolgen müssen. So wurde ein Chauffeur negativ Bewertet, weil er bei der Ausfahrt aus der Haltestelle den Blinker zu früh zurückgenommen hat oder in einem anderen Fall gab es negative Bewertung, weil an einem heissen Tag nicht alle Kippfenster im Bus geöffnet waren. Diese Kritik ist lächerlich. Wer schon einmal in einem Bus mitgefahren ist, weiss wie die Leute die Fenster selbständig öffnen oder schliessen.
Durch dieses Vorgehen der Vorgesetzten könnte der Eindruck entstehen, dass Fehler gesucht werden um den Lohn nicht erhöhen zu müssen.
Der PVL fordert:
Die willkürliche Beurteilung ist nicht zu beweisen. Damit dieses Verhalten aber minimiert werden kann, fordern wir eine Aenderung im „Bonus-Regelement“.
Der Bonus erhält, wer überdurschnittliche bzw. sehr gute Leistungen im ganzen Jahr erbracht hat. Wer aber bereits zu Beginn des Jahres eine negative Bilanz hat (durch einen verschuldeten Unfall, negatives Kundenfeedback, u.vm.) strengt sich nicht mehr an, da der Bonus bereits verloren ist.
Aus diesem Grund kann sich der PVL vorstellen, dass man das „Bonusjahr“ in vier Teile zu je drei Monaten unterteilt. Die einzelnen Abschnitte (alle drei Monate) würde man dann isoliert betrachten. Mit diesem System bleibt der Mitarbeiter motiviert, da er beim nächsten Abschnitt wieder die Möglichkeit hat sich seinen Bonusteil zu verdienen. Der PVL glaubt mit diesem System die positive Einstellung des Mitarbeiters zu steigern und willkürliche Beurteilungen zu minimieren.
Die willkürliche Beurteilung ist nicht zu beweisen. Damit dieses Verhalten aber minimiert werden kann, fordern wir eine Aenderung im „Bonus-Regelement“.
Der Bonus erhält, wer überdurschnittliche bzw. sehr gute Leistungen im ganzen Jahr erbracht hat. Wer aber bereits zu Beginn des Jahres eine negative Bilanz hat (durch einen verschuldeten Unfall, negatives Kundenfeedback, u.vm.) strengt sich nicht mehr an, da der Bonus bereits verloren ist.
Aus diesem Grund kann sich der PVL vorstellen, dass man das „Bonusjahr“ in vier Teile zu je drei Monaten unterteilt. Die einzelnen Abschnitte (alle drei Monate) würde man dann isoliert betrachten. Mit diesem System bleibt der Mitarbeiter motiviert, da er beim nächsten Abschnitt wieder die Möglichkeit hat sich seinen Bonusteil zu verdienen. Der PVL glaubt mit diesem System die positive Einstellung des Mitarbeiters zu steigern und willkürliche Beurteilungen zu minimieren.
Fragen von Mitgliedern
(Unsere Antwort dazu in blau)
- Laut GAV wird ein Nachtzuschlag von Fr. 5.-- pro Stunde vergütet. Müsste es nicht auch einen Zeitzuschlag von 10% laut Gesetz (OR) geben?
Dieser Zeitzuschlag besteht. Ab 22 Uhr gibt es 10%, ab 24 Uhr gibt es 30%, ab dem 55 Altersjahr gibt es 40% Zeitzuschlag.
- Mehrzeiten über 15 Minuten werden laut vbl nicht pro Arbeitstag (Diensplan), sondern pro Dienstteil berechnet. Ist das korrekt? Im GAV seht unter Angang 3 Artikel 9, Abschnitt 5 nur etwas von Diensttag und nicht Dienstteil.
Die Mehrzeiten werden pro Dienstteil berechnet. Die vbl hat somit recht.
In der Werkstatt fliesst Rostwasser. Die angeschlossenen Kaffeemaschinen werden ebenfalls mit diesem Wasser versorgt. Was bedeutet das?
Rost im Trinkwasser wird durch Eisen verursacht. Er tritt vor allem bei verzinkten Stahlrohren auf und löst sich, wenn Wasser längere Zeit in den Leitungen steht. Für die Gesundheit besteht aber keine Gefahr. Eisen ist wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Über normales Essen und Trinken ist es nämlich nicht möglich, zu viel Eisen aufzunehmen. Trotzdem werden wir die vbl über diesen Umstand informieren.
Rost im Trinkwasser wird durch Eisen verursacht. Er tritt vor allem bei verzinkten Stahlrohren auf und löst sich, wenn Wasser längere Zeit in den Leitungen steht. Für die Gesundheit besteht aber keine Gefahr. Eisen ist wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Über normales Essen und Trinken ist es nämlich nicht möglich, zu viel Eisen aufzunehmen. Trotzdem werden wir die vbl über diesen Umstand informieren.
Wir bleiben in Bewegung - für dich!
Hanns Ruchti
Präsident
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